Wolfgang Joop, dessen Name Kaufhausbesuchern besonders durch Herrenunterwäsche bekannt ist, lästert im Focus über die „Entsexualiserung des Mannes durch die Herrenmode”. Dies tut der 92jährige sicher auch im Hinblick auf ein Quantum PR im Vorfeld seiner im Frühjahr unter dem geistreichen Namen „Wunderkind” erscheinenden Herrenkollektion.

Entäuscht zeigt sich der Mode-Senior auch über die “Lügen der Politik” und darüber, dass die Kanzlerin ihn  in Wirtschaftsfragen nicht konsultiert. Joop, der ja als 20jähriger Schneiderlehrling (gemeinsam mit seinem musikalischen Bruder “Joopi” Heesters ) die Weltwirtschaftkrise erlebte, gibt, neben zahlreichen weiteren Belanglosigkeiten zu diesem und jenem, auch ein wichtiges Statement zur Finanzkrise ab. Sein Rat zum Thema Geldanlage: „Man sollte nur auf Leute hören, mit denen man auch ins Bett gehen würde.”  Sollte dieses Credo auch auf das Tragen von Herrenmode angewandt werden, kann er seine Kollektion getrost in „Einzelkind” umtaufen.

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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