Ein sensationeller Fund auf dem Speicher eines abrissreifen Hauses in der Rüsselsheimer Innenstadt wirft ein neues Licht auf die Geschichte der Adam Opel GmbH.

Der Rüsselsheimer Hobby-Forscher Franz Gas legte seinen sensationellen Fund jetzt der Öffentlichkeit vor. Die von G. gefundenen Aufzeichnungen und die frühe, in den Kriegswirren verloren geglaubte, Skulptur des tatsächlichen Firmengründers, belegen eindeutig, dass Opel von Donald Duck gegründet wurde. Zusätzlich wirft dieser Fund ein völlig neues Licht auf das Alter Ducks, der deutlich älter als die bisher vermuteten 75 Jahre sein dürfte.

Wie die von Franz Gas geretteten Dokumente belegen, firmierte die heutige Adam Opel GmbH bis weit in die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts als Adam Erpel AG, deren Gründer, der Entenhausener Ingenieur Donald Duck, seinen Namen zu Adam Erpel eindeutschte, um so der damaligen deutschnationalen Stimmung Rechnung zu tragen. Erpel, alias Duck, entschied sich sehr bewusst für Erpel, den Namen der männlichen Ente, da er schon damals der Überzeugung war, dass die Bezeichnung „Ente” kein idealer Markenamen für die Produkte eines Automobilherstellers sei.

Am Stammsitz des Unternehmens in Rüsselsheim konnten die Einheimischen, auch gehindert durch die Lautverzerrung der Rüsselsheimer Mundart, den Namen Erpel aber nur so aussprechen, dass die Lautfärbung zu „Obbel” statt zu „Erbbel” tendierte, denn der Gleichklang von „E” und „O” ist seit vielen Jahrhunderten fest verwurzelt in der Rüsselsheimer Mundart. So kam es, dass die Rüsselsheimer, obwohl von Natur – ganz im Gegensatz zu Adam Erpel – schnabellos, redeten wie ihnen der Schnabel gewachsen war und „Obbel” so zum Synonym für automobile Ingenieurskunst wurde. Unter dem lokalen Dialekt litten auch andere Marken wie „Erdal”, die als „Oddal” in eine verhängnisvolle semantische Nähe zu „Odol” gerückt wurden (vergl. „Rüsselsheimer Zahnärzte beunruhigt über die Zunahme von Schuhcremevergiftungen” aus Rüsselsheimer Blättche vom 12. März 1925).

Bürzelträger Erpel konnte nicht verhindern, dass sein Name im Zuge der Ententifizierung ganz getilgt und dann durch das lautlich straffere und zackigere „Opel” ersetzt wurde. Erpel zog sich verbittert in seine Heimatstadt Entenhausen zurück, wo er nie mehr an seine Erfolge als Konstrukteur und Unternehmer anknüpfen konnte und sein Dasein als Hilfsarbeiter in Diensten seines Onkels Dagobert Duck fristen musste. Erpel/Duck geriet in Vergessenheit und der Name Opel trat seinen weltweiten Siegeszug in der Automobilbranche an.

Viele hochbetagte Rüsselsheimer erinnern sich aber auch heute noch gerne an die freundliche Ente im Matrosenanzug, die ihrer Stadt zu soviel Ruhm verholfen hat. Noch heute gelten bei Opel seine „geflügelten” Worte: „Entdecke Erpel”.

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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