In der ersten Stunde der Kreis-Gürtelschule reden wir heute über den Gürtel aus Alligator-Leder. Während man das gute Tier in freier Wildbahn eher nicht persönlich treffen möchte, trägt man Produkte aus seiner Haut recht gern. Denn Gürtel aus Alligator-Leder sind mit die eleganteste Variante des Leibriemens und passen zur Jeans wie zum Anzug. Doch Vorsicht: Die Bezeichnung „Vero coccodrillo” ist nicht automatisch eine Garantie für die Qualität des Leders. Bei der Herstellung eines qualitativ guten Alligators-Gürtels wird Leder aus dem Bauch- oder Schwanzbereich, importiert nach EU-Richtlinien mit CITES-Dokumentation, verwendet.

Der Gürtel sollte über einen 3-Lagigen Aufbau verfügen, die Einlage wie auch das Futterleder bestehen idealer weise aus grubengegerbtem Vollrindleder aus dem Rückenbereich der Lederhaut (sogenannte “Croupons”). Der Gürtel sollte Gürtel bombiert mit umgebugtem Futterleder verarbeitet sein. Bei der Herstellung wird das Futterleder etwa 1/3 breiter zugeschnitten als der spätere Gürtel. Die Lederkanten werden dünner geschärft und über die Einlage umgelegt (“umgebugt” oder auch “eingeschlagen”). Das feine Leder des Alligators wird dann an der Oberseite verklebt und vernäht. Die Schließe besteht meist aus versilbertem oder vernickeltem Messing, kann natürlich in der High-End-Fassung auch aus Sterlingsilber sein.

Demnächst: Hefte raus – Python Gürtel!

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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