ef-skizze

Der Stil ist kein Meister aus Deutschland. Statt sich Gedanken über Individualität, Qualität oder Passform von Bekleidung zu machen, quälen uns die meist selbsternannten Stilpäpste immer mit dem deutschesten aller Themen: der Regel. Kein Tag vergeht, an dem nicht die olle „No brown in town“ Regel in einem Magazin beschworen wird, in endlosen Forumsdiskussionen die „richtigen“ Krawattenknoten regelmäßig diskutiert werden. Und als Krönung bietet man uns noch alle Nase lang eine Anleitung zum „richtigen“ Falten des Einstecktuchs.

Erstaunlicherweise gibt es in Deutschland noch keine DIN-Norm für „richtige“ Herrenbekleidung. Dabei sind Regeln im Grunde nicht schlecht – allerdings muss „Mann“ sie auch interpretieren oder brechen können, ansonsten sehen doch alle gleich „richtig“ aus – quasi Schafherde.

Ein schönes Beispiel für die Freiheit des Stils ist das Interview mit Gianluca Isaia. Weniger spannend, weil schon x-tausend Mal geschrieben,  sind die  „25 Regeln für den Umgang dem mit dem Hemd“ von Herrn Joseph im Stern. Denn wenn schon 25 Regeln für ein gutes Hemd nötig sind, gibt es bestimmt auch 45 Regeln für die Hose, 125 Regeln für den Anzug und zahllose Regeln für den Rest.  Aber, mamma mia, wozu bloß?

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL