Gemeinsam mit Kunden des Bremer Herrenausstatters Stiesing besuchten wir die Sartoria Partenopea in Neapel. Während sich die tapferen Nordmänner von flinken Schneiderhänden ordentlich vermessen ließen und anschließend gemeinsam mit Harm Hesterberg, dem Chef von Stiesing, Stoffe, Futterfarben und Knöpfe für zahlreiche Anzüge, Jacketts und Hemden auswählten, haben wir uns die Produktion des neapolitanischen Schneiders angeschaut.

Bis zu 20 Stunden Handarbeit stecken in Anzügen der Sartoria Partenopea, ausgeführt von  Frauen und Männern, die ihren Beruf augenscheinlich gerne ausüben.

Angelo Blasi und sein Sohn Mauro sind ziemlich stolz auf die Qualität und Passform ihrer Produkte.

Zurecht, wie wir finden, den das Preis-Leistungsverhältnis einen Anzuges aus dem Hause Partenopea sucht in der sartorialen Welt ihresgleichen. Kiton ist, abgesehen von absurder Preisgestaltung, heute nur noch in Gebrauchwagenhändler-Kreisen ein Muß.  Attolini hat auch ordentlich Glanz verloren, die neue Linie „Stile Latino“ überzeugt uns nicht und Brioni ist der textile Seniorenteller. Lichtblick: Sciamat, aber in Deutschland nicht zu kriegen, Frans Boone in Sluis ist die nächste und sicher beste Adresse. Abgesehen davon, dass die genannten Hersteller für ihre Anzüge das doppelte bis dreifache der Preise für Produkte der Sartoria Partenopea aufrufen, haben wir beispielsweise an Stefano Mencarelli gut gemachte Partenopea-Klassik mit ordentlich „Pfiff ” gesehen.

In Deutschland sind die Neapolitaner noch nicht flächendeckend präsent, neben Stiesing bieten Partenopea noch sehr kompetent die “Altmeister” Charly Diehl und Dieter Kuckelkorn an. Partenopea ist das ideale Produkt für den kompetenten Einzelhalndel, denn Groß-Herrenausustatter wie Braun (Hamburg), der ebenfalls zu den Ppartenopea-Kunden zählt, können diese individuelle Produkt offenbar nicht so richtig in ihre Marken und Must-Have-Welt einordnen.

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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