Der von der UBS veröffentlichte Dresscode für Mitarbeiter gilt in der veröffentlichten Meinung überwiegend als PR-Desaster, Bevormundung und Eingriff in die persönliche Freiheit. Warum bloß? Die Existenz dieser Broschüre zeigt doch nur eines: immer weniger Menschen wissen sich adäquat zu bekleiden. Dieses ästhetische Drama begegnet uns täglich, wobei Motivsocken,  Tattoos oder Piercings ja nur den absoluten Bodensatz bilden.

In gefühlt 20 Millionen Blogs und Foren stellen sich Männlein und Weiblein viele Fragen rund um das Thema “richtige” Bekleidung – wenn nun ein Unternehmen dieses Thema für sich und seine Mitarbeiter in Form eine Business-Knigge löst, was ist denn daran verkehrt? Unzählige drittklassige Seminaranbieter verdienen mit dem Thema Geld, Stilberater rechtfertigen so  ihre überflüssige Existenz und Hochglanzmagzine geben im Wochenrhythmus Tipps zur passenden Bekleidung.

Leider hat ein von uns sehr geschätzter Unterwäsche-Hersteller dieses Thema für eine recht hohle Pressemeldung genutzt und empfiehlt jetzt als Teil-Lösung der UBS seine hautfarbenen Leibchen. Allerdings nicht etwa die von der UBS geforderte nicht kontrastierende hautfabene Unterwäsche für Damen, sondern seine wirklich albernen hautfarbenen Unterhemden für Männer. Wer (unter 82 Jahren) trägt denn sowas, sieht doch aus wie ein Ganzkörper-Stützstrumpf. Unterhemden sind weiss – und das ist auch gut so.

Kurzum: Weiter so UBS. Bahn und Post schaffen jetzt noch Ohrringe und Körperschmuck beim männlichen Personal ab und schon ist die Welt wieder etwas schöner.

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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