Wir wenden uns heute als Stil-Scharfrichter in der Causa Wulff an unsere geneigte Leserschaft. Hintergrund: Dem Spiegel ist zu entnehmen, dass Wulf seine Syltaufenthalte (die Film-Mogul Groenewold mit seiner Kreditkarte bezahlt hat) dem „Vorstrecker“ mit Bargeld seiner Schwiegermutter erstattet hat. Demnach hat die Bettina 1000 Euro zum Geburtstag von Mami bekommen und der ehemalige Bundespräsident hat damit dann Herrn Groenewold bezahlt. Auch Muttis Weihnachtsgeschenk (2500 Euro in bar) hat Bettina 2007 in den Sparstrumpf gesteckt, um damit im August 2008 einen weiteren Sylt-Aufenthalt zu bezahlen. Der Gatte musste ja mit einem Gehalt von etwas über 12000 auskommen.

Mal abgesehen, davon ob die Geschichte stimmt oder nicht, ist ein Mann, der sich von der Schwiegermutter seinen Urlaub bezahlen lässt, unglaublich emanzipiert oder einfach nur ein stilloses Würstchen? Die italiensche Kulisse, die der eine oder andere Hannoveraner Herrenausstatter stets bemüht inszeniert, hat Herr Wulff  mit seinem ehrlosen lavieren mühelos errichtet. Wir sind beschämt und laden morgen gleich mal ein paar Frauen zum essen ein – ohne Muttis Geld.

 

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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