Der Telegraph schreibt unter dem Titel “Bruno Pieters’s Honest By: The only way is ethics” eine interessante Geschichte über den Designer Bruno Pieters. Interessant deshalb, weil sich Pieters mit seiner Kollektion einer maximalen Transparenz unterwirft: Im Rahmen seiner Kollektion „Honest By“ beschreibt er nicht nur die Herstellungsorte (zertifiziert) der einzelnen Vorprodukte, sondern klärt auch darüber auf, wie sich der Preis des Produktes (Einzelne Materialkosten, plus Kreativleistung, Personal und sonstige Kosten) zusammensetzt.

So weit so schön, hier kommt jetzt der Handel ins Spiel und der macht natürlich nicht mit, die Kollektion wird nicht gekauft, weil ja sonst der Kunde die Aufschläge auf die Einkaufspreise recht einfach nachvollziehen können. Klar, die Frage, warum ein Einzelhändler mit einem Gewohnheits-Faktor einfach so jedes Produkt teilweise zum dreifachen des Einkaufspreises vertickt, ist zwar berechtigt, sollte aber aus Sicht der verehrten Händler besser nicht gestellt werden. Soviel zu Transparenz und mündigen Kunden.

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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