Der Sommer neigt sich gemächlich dem Ende zu, das Sommerloch war enorm, der Einzelhandel hat wie jede Saison sein Klagelied angestimmt (mittlerweile so monoton, wie die uns dargebrachte Ware – die Einführung von Allerweltsmarken wir Fay wird von einem Herrenausstatter in der hessischen Provinz als Top-Entdeckung zelebriert). Doch nun bereichert uns der Daily Telegraph nach einer Umfrage zu roten Beinkleidern mit einem interessanten Artikel zu Trägern roter Hosen. Wir zitieren.“ Everyone knows that whatever concerns the power-matriarchs of Mumsnet will soon preoccupy the nation; and YouGov recently embarked on some timely market research, asking 2,000 people what was the first word that came to mind when they saw a chap in red trousers. The results were discouraging for fanciers of grenadine strides in general, and for the 11th Hussars (resplendent since 1840 in scarlet uniform trousers) in particular. Half of those polled said that on sighting a fellow with crimson breeches, their first thought was “idiot”, closely followed by “prat”.

Die Assoziation der befragten Briten wirft selbstverständlich ein schlechtes Licht auf die modische Toleranz des Landes, das für sich „Cool Britania“ proklamiert. Auf der anderen Seite ist die rote Hose eben nicht ein Kleidungsstück, das ihren Träger automatisch stilistisch nobilitiert, Easy Rider Feeling transportiert oder eine Weltanschauung symbolisiert, sie ist einfach nur eine farbige Hose, die Mann tragen kann, aber nicht muss.

Wer keinen Tchibo-Kaffee kauft und auch sonst den Kaffeeröster nicht für die erste Adresse in Sachen Bekleidungskompetenz hält, findet die Bestätigung aller Vorurteile in dem Interview mit „Modeexperte“ Andreas Fock (was er wohl für das o bezahlt hat?) im Tchibo-Blog mit dem Titel „Männermode – bunt, bunt, bunt sind alle meine Hosen“.

 

 

 

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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