Die aktuelle politisch-korrekte Diskussion dreht sich ja eher um bärtige MännerInnen in Damenkleidern. Grund genug, uns um ein ebenfalls komplexes stillistisches Thema zu kümmern – die richtige Kopfdeckung. Und zwar die von Männern, die sich in Ihrer Geschlechterrolle noch wohl fühlen. Anlaß zu diese Betrachtung geben uns die Filmfestspiele in Cannes. Im Bild (oder besser nicht ganz im Bilde) der Regisseur Oliver Dahan

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Vermutlich hat er sich beim Aufschrauben der Kopfbedeckung so gesehen:

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Wirkt ab eher so:

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Deutsche Herren sind ja mützenmässig gewarnt:

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Wir sind der Überzeugung, dass die Sinnhaftigkeit der Kopfbeckung entweder zum Schutz (Sonnenhut, Tropenhelm, Motorradhelm, Stahlhelm) aus religiösen Gründen, Tradition oder als Zeichen der Autorität nicht zur Diskussion steht. Bei Schiebemützen-Hippstern, Panamahutträgern in Berlin oder Baseballkappen-Sportsmännern hingegen sind Zweifel stets angebracht. Elegante Hutträger sind seit den Tagen unserer Großväter aus dem Straßenbild verschwunden, die Kopfbedeckung verkommt zum “Statement” – und hier sehen wir überwiegend Antworten auf Fragen die niemand gestellt hat. Schön wäre es auch, wenn die modisch kopfbedeckten ihre jeweiligen Deckel beim Betreten von geschlossenen Räumen abnehmen würden. Manche hätten sie besser nie aufgesetzt.

 

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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