Handgemachte Safari-Hemdjacke von 100Hands

Über Safari-Jacken oder Safari-Hemdjacken ist eigentlich alles gesagt und geschrieben worden. Auch ohne Wüstenkampf, Tropenexpedition oder Jagd in der Serengeti hat sich das Kleidungsstück einen Platz in der klassischen Herrengarderobe verdient erobert. Natürlich möchte der eher städtisch geprägte Mitteleuropäer nicht wie Hatari oder General Montgomery durch den Großstadtdschungel flanieren. Jenseits eines Raw-Rough und sonst was- Auftritts bleiben dem in Kleidungsfragen begabten Mann hier nur wenige Alternativen.

Wir haben eine besonders schöne Alternative bei 100Hands in Auftrag gegeben. Dies sozusagen als Fortsetzung des SEESTRASSE7 Bond-Leisure-Jackets der Sartoria Colazzo vom Sommer 2017. Das Ziel der Übung war eine gesellschaftsfähige Hemdjacke, die an warmen Tagen einen bekleideten und eleganten Auftritt in der Stadt oder auf dem Land ermöglicht. Gleichzeitig sollte mentaler Freestyle und bestes Handwerk ohne das übliche sartoriale Bedeutungs-Lametta für das Projekt stehen.

Ergebnis: Die komplett handgearbeitete Manah Manah-Jacke verfügt nur an der Aussenseite über (vier) Taschen, ist mit Seitenschlitzen ausgestattet, Ärmel mit Aufschlag (angenäht) und ohne Knopf. Auf Schulterklappen und andere Military-Funky-Details haben wir verzichtet. Die Manah Manah-Jacke ist aus leichtem (ca. 280 Gramm) aber robustem Fresco (100% Wolle) der englischen Weberei Huddersfield gefertigt. In den Farben blau und khaki erhältlich. Prototypen in der SEESTRASSE7. Subskriptionspreis: 595,00 Euro. Lieferung ca. Ende Juni.

Der Name der Jacke soll an die weitgehend vergessenen Taten des Priener Gentleman-Hochstaplers Bert Leztoer erinnern, der 1903 auf der Flucht vor unbezahlten Schneider- und Schuhmacher-Rechnungen nach Afrika übersetzte. Im Städtchen Rehboth wollte er als Änderungs-Schneider sein Leben ändern. Bei seinen ausgedehnten Wanderungen entdeckte er die Sesamstraße – eine bisher unbekannte Passage durch das Kanna-Gebirge – das im Volksmund auch Manah Manah-Massiv hieß. Der Schneider trug bei seinen Ausflügen stets eine elegante selbstgeschneiderte Safari-Hemdjacke, die als Manah Manah-Jacke der “Dernier Cri” im sommerlichen Vorkriegs-Europa wurde. Leztoer erreichte bescheidenen Wohlstand und starb – vergessen von der oberflächlichen Modewelt – nach seiner Rückkehr in die alte Heimat 1918 in Kyritz an der Knatter.

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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