Der Start einer schönen Reise vom Chiemsee nach Roddino im Piemont beginnt mit einem Druck auf den Startknopf unseres Testwagens – eines Land Rover Velar P 300. Einmal zum Leben erweckt, gleitet der Velar über Autobahnen und Autostrade in einem zügogen und komfortablen Reisemodus zum Brenner, vorbei am Gardasee in Richtung Turin und dann über Landstraßen nach Asti und Alba. Hier in der Heimat der Slow Food Bewegung beginnt die Alta Lange mit ihren zahlreichen schmalen Straßen, die Berge und Täler dieser Region verbinden. Wir sind untergebracht in einem ehemaligen und schön ausgebauten steinernen Winzer-Schuppen – im lokalen Dialekt Ciabot genannt. Diese Immobilie ist Teil des Kulturvereins Serafina/Qutoa dessen liebevoll restaurierte Immobilien in Dogliani und Roddino Besucher, Künstler, Kreative, Ruhesuchende und die Einwohner des Piemont zusammenbringen.

Die Lage inmitten einer der bedeutendsten Weinanbaugebiete der Welt ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch eine Herausforderung an den Gaumen. Schon unser Wohnort Roddino, ein 350-Seelen-Dorf mit drei hervorragenden Trattorien (Da Gemma, L’amizia und Circolo), läßt kaum kulinarische Wünsche offen. Vorteil der zentralen Lage: Rundherum finden sich Orte, deren wohlklingende Namen wie Monforte d’Alba, Dogliani oder Barolo die Etiketten der besten piemontesischen Weine zieren. Neben Wein prägen die Landschaft auch rund 7.000 Hektar Haselnusshaine – sie liefern die Nüsse für süßes Backwerk von Torta di Nocciole bis Baci di Langa und natürlich Torrone, den weißen Nougat. Aber auch die Haselnusspaste aus Betrieben wie Papa dei Boschi in Lequio Berria oder dem Familienbetrieb mit Ferienwohnungen Barroerro in Cortemillia sind einen Abstecher wert – ein geländegängiger Untersatz ist auch hier ein Vorteil.

Der Velar, dessen Reisequalitäten nun vom Fahrer um dynamische und Offroad-taugliche Fahrmodi ergänzt wurden, sorgt auf den Straßen des Piemont immer wieder für Benzingespräche, viele der hiesigen Winzer, Landbesitzer, Hoteliers oder Pferdezüchter fahren mit Produkten aus dem Hause Land Rover durch die oft unwegsame Gegend – da ist das neue Familienmitglied im Land Rover Clan natürlich Blickfang und Gesprächsthema.

Die Straßen erfordern ebenfalls reichlich Aufmerksamkeit, wir fahren natürlich die Strecke von Montezemolo nach Murazzano, hier testeten früher italienische Sportwagenhersteller ihre Fabrikate und der Startort mit Herrensitz trägt nicht umsonst den Namen der Familie des ehemaligen Ferrari-Präsidenten. Die Strecke ist im Dynamic-Modus ein echter Spaß, denn sie bietet in Steigungs- und Gefällstrecken zahllose Kurven in S-Form oder als Haarnadelversion und dazu reichlich Spitzkehren – der Besuch bei einem Winzer oder Käsemacher an der Strecke führt dann meist noch über mässig ausgebaute Wald- und Feldwege. Hinter Murazzano endet die Ausfahrt bei einem Mittagessen in der Trattoria del Peso in Belvedere.

Unsere kulinarische Terrain-Response sorgte immer dafür, dass wir neben der Straße nach interessanten Orten gefahndet haben. Sehr nützlich war dabei Yvonne Amann, die Gründerin von Serafina/Quota, die die Gegend seit rund 20 Jahren kennt und schätzt. „Die Piemonteser sind ein eigenes, sehr freundliches und aufgeschlossenes Völkchen, Qualität bei Wein, Lebensmitteln und den gastronomischen Angeboten ist hier selbstverständlich. Gastfreundschaft nicht minder“, erklärt Amann. Auf der Website des Kulturvereins hat sie, gemeinsam mit Freunden und Gästen, schöne Plätze aufgelistet, die alle mindestens einen Besuch Wert sind.

 

 

 

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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