Wenn sich bei der Trunkshow der Sartoria Colazzo der eine oder andere Kunde nach seiner Bestellung etwas niederlässt und ein wenig über seinen Alltag berichtet, dann kommen spannende Informationen an die Oberfläche. Einer unserer erfahrensten Maß-Kunden ist Herbert Stricker, auch bekannt unter seinem Pseudonym „Grimod de la Reniere“. Der Mann beschäftigt sich hauptberuflich mit seinem Unternehmen Classic Parfüms mit dem guten Duft und hat nun erstmals eine eigene Parfum-Kollektion entwickelt.

Für die Parfüm-Kollektion steht Roberto Ugolini mit seinem Handwerk und seinem guten Namen Pate. Der Florentiner ist für seine Maßschuhe aus in die Via dei Michelozzi weltbekannt. Bei der Entwicklung der Düfte ließ sich Herbert Stricker von diesem uralten Traditionshandwerk inspirieren. Der Parfumkenner und Maßschuhenthusiast ist langjähriger Kunde und Freund von Roberto Ugolini. Und so wurde die hohe Schuhmacherkunst von versierten Parfümeuren erstmals in die Sprache der Haute Parfumerie übersetzt.

Und wo sonst der Schuster besser bei seinen Leisten bleibt, hat Herbert Stricker drei sehr schöne und eigenständige Düfte kreiert:

 

Kitten Heels – kleine Absätze, großes Comeback

Kitten Heels sind die kleinen Schwestern der High Heels, denn ihre Höhe beträgt maximal fünf Zentimeter. In den 1950er Jahren wurden sie vor allem durch Audrey Hepburn beliebt, galten später – als man höhere Absätze trug – als etwas konservativ. Die Vorteile: deutlich bequemer als hohe Absätze, dabei alltags- und bürotauglich, feminin und überaus elegant, gerne frei kombiniert mit verschiedensten Looks. Diese Vielseitigkeit wissen viele Frauen zu schätzen.

Kitten Heel – der Duft

„Kitten Heel“ von Roberto Ugolini ließ sich von genau diesen Vorzügen inspirieren. Fruchtige Noten, die an samtige Aprikosen erinnern, bilden den Auftakt der Komposition, der zugleich von tropischem Ylang-Ylang und dem typischen Rosenhauch des Geraniums begleitet wird. Balsamisch-süße, aber auch leicht holzige Noten umschmeicheln das Herz des Dufts, das mit Akzenten von Patschuli, wertvoller Ambra und cremigem Sandelholz verfeinert wurde. In diesem femininen Duft darf auch ein Hauch Vanille nicht fehlen, deren feinwürziger Charakter von den süßen Nuancen der Tonkabohne unterstrichen wird. Moschus legt ein weiches und harmonisches Finish über die Kreation.

Loafer bringen Glück

Der Loafer erfreut sich sowohl bei Damen als auch Herren großer Beliebtheit, ist er doch überaus leicht und bequem zu tragen und als Schlupfschuh schnell an- und ausgezogen. Über die genaue Herkunft wird gestritten, so sehen die einen im Loafer einen Mokassin mit europäischem Unterbau, andere vermuten seinen Ursprung in norwegischen Farmerschuhen. Wie dem auch sei, in den 1930er Jahren wurde der Slipper an den amerikanischen Ivy-League-Universitäten populär, vor allem der Pennyloafer. Dieser besitzt über dem Schaft einen quer verlaufenden Schlitz, in den ein Glückspenny gesteckt wurde. Loafer sind bequeme und legere Schuhe, die in der Regel eher in der Freizeit getragen werden.

Loafer – der Duft

Beim ersten Eintauchen in den Unisexduft „Loafer“ nimmt man fruchtige Orangenakzente und einen Hauch Gewürznelke wahr. Dieser Appetitanreger bereitet den Weg für ein Herz, das vor allem aus lieblich-floralem Ylang-Ylang besteht. An dessen Stelle treten jedoch schon bald die Rosennoten von Geranium, die von würziger Muskatnuss und kostbarer Ambra untermalt werden. Es entsteht dabei außerdem der Eindruck einer cremigen sauberen Note. Patschuli, Vanille und Moschus in der Basis vollenden den modern interpretierten Chypre-Dreiklang.

Der Oxford – zeitlose Noblesse

Kaum ein Herrenschuhmodell ist so verbreitet wie der Oxford, vor allem wenn es um festliche Anlässe und den großen Auftritt geht. Ein besonders klassisches Schuhmodell, traditionell, manche würden sagen ein bisschen konservativ. Seinen Namen verdankt er den Studenten der Universität Oxford, die dieses Modell in der Mitte des 19. Jahrhunderts populär gemacht haben sollen; zu einer Zeit als Stiefel den Ton angaben, setzten sie sich mit Halbschuhen über die Konventionen hinweg. Vom rebellischen Geist ist bei diesem Modell heute nichts mehr spürbar, im Gegenteil, er verkörpert wie kein anderer zeitlose traditionelle Eleganz.

Oxford – der Duft

Wie eine Reflexion des Lichts auf schwarzen polierten Schuhen erheben sich Zitrusnoten aus herber Grapefruit und süßer Orange über das Pfefferherz von „Oxford“. Aromatischer, prickelnder, würzig-scharfer Pfeffer verbindet sich mit rosa Pfeffer, der seine ganz eigene Signatur hinzufügt. Er ist trocken, aber auch warm und besitzt leicht fruchtige Akzente. Diese können bisweilen auch an Rosen erinnern, was wiederum von den grünen und rosenartigen Nuancen des Geraniums zusätzlich unterstrichen wird. Die Basis wartet mit feinen Hölzern wie Zedern- und Sandelholz auf, akzentuiert von Vetiver, etwas Patschuli und Benzoeharz.

 

DAS UNABHÄNGIGE FORUM FÜR INDIVIDUALITÄT, EIGENSINN UND STIL
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